Aufgewachsen in einer musikalischen Familie, wurde Ulla von Kindheit an mit den verschiedensten Stilrichtungen der Musik konfrontiert. Die Mutter

spielte Klassik am Flügel, ein Bruder der fünf Geschwister lernte Geige und Ulla wurde mit zwei Schwestern im Klavierspiel unterrichtet. Leider war der Lehrer sehr schlecht, denn er schlief regelmäßig während des Unterrichts ein. "Wir wohnten auf dem Land und die Auswahl an Musiklehrern war spärlich", erzahlt sie. Sie übte dann einige klassische Stücke nach Gehör. " So richtig präzise nach Noten habe ich nie gespielt," gibt sie zu. Oft saß sie abends mit Kopfhörern im Wohnzimmer und hörte mit Vorliebe Rachmaninow, Tschaikowsky oder Chopin. Doch auch Jacques Brel, Hildegard Knef oder Georges Brassens weckten ihr Interesse, denn diese Schallplatten fand sie im Zimmer ihrer ältesten Schwester und hörte sie mit Begeisterung. Ihre ganz besondere Vorliebe jedoch galt dem Jazz und Blues. Mit 14 Jahren kaufte sie sich ein Tonbandgerät und nahm Musikstücke von Albert Mangelsdorff, Wolfgang Dauner etc. auf. Sängerinnen wie Ella Fitzgerald, Sarah Vaughan u.a. faszinierten sie besonders. Später nahm sie Unterricht in Jazzgesang bei Susanne Schneider, einer Dozentin an der Kölner Universität und sang zunächst bei einer Tanzband.
Nach Ausflügen in die Gefilde zur Rock-, Big-Band und Popmusik blieb sie ihrer Liebe zum Jazz immer treu. Es folgten Auftritte in Wien, unter anderem mit Karl Ratzer und musikalische Einlagen bei der Frankfurter Musikmesse.
Seit einigen Jahren singt sie mit der Gruppe "Magic Guitars" und kann auf diese Weise ihre Vorliebe für den Jazz mit den Stilrichtungen Pop, Chanson, Latin und Gipsy verbinden und ihren person1ichen Stil weiter entwickeln. Um sich technisch beim Gesang zu verbessern und stimmschonender singen zu können, nahm sie noch zwei Jahre klassischen Gesangsunterricht bei Ute von Genat aus Wiesbaden.
Mit verschiedenen Musikern singt sie derzeit zu Hochzeiten in der Kirche, in Cafes, auf Privatveranstaltungen oder Firmenfeiern. "Ohne Musik kann ich mir ein Leben nicht vorstellen", gesteht die zweifache Mutter und ist froh, dass es ihr gelungen ist, immer alle Pflichten des Lebens unter einen Hut zu bringen. Nicht zuletzt verdankt sie das auch ihrem Mann Stefan, der sie immer in ihrer musikalischen Tätigkeit unterstützt hat.
Die Schwetzinger Jazzinitiative ist, wie sie selbst sagt, eine fantastische Möglichkeit mit super Musikern und einem tollen Publikum immer wieder neue Interpretationsmöglichkeiten auszuprobieren und sich weiter zu entwickeln.