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Jazzinitiative Schwetzingen e.V.

Wolfgang van Göns

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Wolfgang van GönsWolfgang van Göns - “Bald volljährig !”
In unserer Reihe über die Musiker der Jazzinitiative Schwetzingen stellen wir heute den Pianisten Wolfgang van Göns vor, der mittlerweile auch klug geworden ist, so meinen das die Schwaben über diesen runden Geburtstag. Geboren am 05.04.1965 in Weinheim begann er im Alter von 7 Jahren das Klavier spielen zu erlernen. „ Das habe ich eigentlich meiner Großmutter zu verdanken“, meint er gutgelaunt. Nach einer klassischen Grundausbildung zeigte er schon frühzeitig Interesse an kreativer und improvisierter Musik. „ Der Unterricht bei meiner damaligen Klavierlehrerin war viel zu trocken, ich hätte um ein Haar nach einem Jahr alles hingeschmissen.“ Zum Glück hat er das nicht getan, sondern Unterricht bei dem nicht unbekannten Jazzpianisten Friggi Hofmann an der Weinheimer Musikschule genommen. Dieser schulte ihn in den Folgejahren in Gehörbildung, Harmonienlehre und Jazz-Improvisation, so dass Klein-Wolfgang schon mit 13 Jahren seine ersten Bühnenerfahrungen als Keyboarder in einer Rockband  sammelte. „Mir wurde hier sehr schnell klar, dass für die Improvisation die Theorie eine wichtige Rolle spielt“, kommentiert van Göns diese Zeit. Und so ging erst einmal weiter. Mit seiner ersten eigenen Schülerband spielte er Anfang der 80er Jahre verschiedene Konzerte im Raum Weinheim-Heppenheim-Bensheim. Damals hatte er bereits erste Eigenkompositionen im Programm. „Das Komponieren habe ich auch bei Hofmann gelernt und bin Autodidakt“, erzählt er nicht ohne Stolz. Nach seinem Musikabitur ging der junge Mann aber beruflich andere Wege, der geborene Mathematiker studierte in Mannheim Wirtschaftsinformatik, damals ein völlig neuer Studiengang. „Trotzdem blieb die Musik bis heute zentraler Bestandteil meines Lebens“, sagt van Göns, der sich selbst als Hobbymusiker bezeichnet. „In meiner Band „Double View“ sind zwei Profimusiker, die überhaupt keine Probleme mit mir als Nichtprofi haben“, verscheucht der Pianist eventuelle Vorurteile. Anfang der 90er Jahre spielte er mit Jazzgrößen wie Fritz Münzer zusammen und einige Jahre Jazz in seiner Reinform von Swing über Bebop bis Cool. Seine Schwäche für Funk- und Soulmusik wollte er aber nie aufgeben und so spielte er in verschiedenen Gruppen (Fauxpas, Join The Q, Fridge Foundation) Covers von Chaka Khan, Jamiroquai, Mothers Finest etc. Mit dem Background verschiedener Musikstile hat er rund ein Dutzend Kompositionen geschrieben, die seine musikalische Heimat offenlegen: Fusion-Jazz. Schließlich gründete er 1999 die Gruppe „Double View“, deren musikalische Beeinflussung durch internationale Kollegen wie Chick Corea, Herbie Hancock, Michel Petrucciani, Pat Metheny bewusst deutlich zu hören sind. Mit dieser Band versucht van Göns eine Synthese verschiedenster Musikstile, während er mit seinem „Wolfgang van Göns-Trio“ dem traditionellen Jazz verbunden bleibt. In seinen Kompositionen gelingt es ihm, vertrackte Linien, moderne Harmonien und treibende Grooves vereinen, und mit beeindruckenden Soli sein Können zu zeigen. „Der Begriff der Kreativität zieht sich durch mein ganzes Leben“, beschreibt der Musiker seine Welt, der als Vater von zwei kleinen Söhnen auch Zeit für seine Familie haben möchte. „In dieser Position bin ich natürlich froh, als Software-entwickler mein Brot zu verdienen, Profimusiker haben es heute wirklich sehr, sehr schwer“, bedauert van Göns  das schwindende Interesse am Jazz in der Öffentlichkeit. An ihm und „Double View“ liegt das ganz sicher nicht.
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