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Jazzinitiative Schwetzingen e.V.

Knut Rössler

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Knut Rössler - “Ein echter Schwetzinger und überregional ein Star”
Knut RösslerWenn am folgenden Wochenende diese Stadt die Wiederbelebung des Carl-Theodor-Prachtboulevards feiert, gibt sich die Jazzinitiative Schwetzingen mit ihrem Einführungskonzert ebenfalls die Ehre. Am Sonntag, den 16.Mai, spielt unter Leitung des virtuosen Saxophonisten Knut Rössler die Galapagos Big Band, vielen unserer Leser sicher nicht unbekannt. Deshalb führen wir an dieser Stelle unsere Serie über Jazzmusiker aus der Region mit diesem Vollblutmusiker fort. 1945 als Sohn des bis dahin einzigen Rechtsanwalts weit und breit geboren, führt er die Tradition der Familie zusammen mit seiner Schwester fort. Gerne erinnert er sich an seine Kindheit, zum Beispiel an 1954, als Rösslers den einzigen Fernseher hatten, und das Haus zum Endspiel aus allen Nähten platzte. Etwas später begann er, unter der Anleitung von Lehrern, an der Schule Dixie zu spielen. „Auch bei Dixie gibt es genug Freiheit beim Spielen“, erklärt der Musiker seine Vorliebe für den Jazz. „Individuelle Freiheit ist von zentraler Bedeutung“, kommentiert er eine seiner Lebenseinstellungen, „die Sechziger Jahre waren für mich sehr wichtig.“ Während des Studiums in Heidelberg erlebte er Rudi Dutschke. „Da war der Hörsaal voll,“ erinnert er sich. Seine erste Band hatte Rössler zu dieser Zeit, „Group of Soul“, mit schwarzen Musikern aus den umliegenden Kasernen. Zu dieser Zeit begann der junge Mann mit dem Saxophon, vorher hatte er Trompete, Posaune und auch Klavier gespielt. Die „Group of Soul“ gewann auf Anhieb viele Wettbewerbsmeisterschaften, doch wollte Rössler Neues. zur Zeit des Heavy Metal ließ er die Haare lang wachsen, spielte Orgel und bekam für seine Band „Night Sun Mournin“ einen Plattenvertrag. Als sein Vater bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben kam, war Rössler 29 und kehrte zurück zu den juristischen Bahnen.Knut Rössler Er schloss sein Studium in Windeseile ab und fing nach dem zweiten Staatsexamen sein eigentliches Musikerleben an.  „Ich habe zum ersten mal wirklich angefangen zu üben“, lacht der humorvolle Mann, den die Musik anscheinend jung gehalten hat. Jedenfalls sieht man ihm sein „hohes“ Alter nicht an. In den folgenden Jahren legte Rössler eine Jazzkarriere hin, die sich sehen lassen kann. Er spielte nicht nur mit internationalen Größen wie Lauren Newton, Alphonse Mouzon und Christoph Spendel Platten ein, er war immer auch ein Live-Musiker.  „Ich war in fast allen deutschen Jazzkellern,“ berichtet er. Tourneen brachten ihn in die weite Welt. „Im Rahmen der Musik hatte ich viele Tourneen in Europa, bis nach Asien sind wir gekommen“, so Rössler über seine Aktivitäten. Der Vater von zwei Mädchen liebt es seit einiger Zeit etwas ruhiger, leitet seit über zehn Jahren die „Galapagos Big Band“, ist seit zwei Jahren fester Bestandteil von „Klassik meets Jazz“ mit den „Heidelberger Philharmonikern“ und veröffentlicht gerade eine neue CD seines Trios „Between the times“. Vielfalt in der Musik ist wichtig für ihn, das zeigen auch seine z.T. sehr unterschiedlichen Produktionen, mit denen der Saxophonist seinen besonderen Ton immer wieder präsentiert, zu bestaunen am 16. Mai in Schwetzingen.
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