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Jazzinitiative Schwetzingen e.V.

Aart C Gisolf

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Aart C. Gisolf - “Die Maus für Erwachsene”
Aart C. GisolfAart C. GisolfAart C. Gisolf ist Holländer, was man ihm fast nicht anhört und vielleicht deswegen mit viel Humor gesegnet. „Ich nehme mich nicht so ernst“, gesteht der studierte Mediziner und Jazzmusiker. Seine Ratschläge kann man täglich im „ARD-Buffet“ in kleinen Dosen anwenden. „ Wir sind die Maus für Erwachsene“, lacht er. Seit 1972 macht der 1937 in den Niederlanden geborene Fernsehprofi Sendungen mit medizinischen Inhalt, 1986 kam ein Ruf nach Deutschland, dem er gerne folgte. „Deutschland ist das einzige Land, in dem ausländische Moderatoren erlaubt sind“, erklärt Gisolf. Wie schön, in diesen Zeiten auch einmal etwas Nettes über dieses Land zu hören! Mit Musik wuchs er auf, er und seine fünf Brüder machten fleißig Hausmusik.Und zum Rundfunk kam er in den Fünfziger Jahren durch die Musik. Seine Ausbildung in der klassischen Musik hinderte ihn nicht, sich der damaligen Unterhaltungsmusik zuzuwenden, dem Jazz. „Wir haben mit gehört, wie eine neue Musik entsteht“, erläutert Gisolf seine Faszination. Seit damals fährt der engagierte Mann zweigleisig. Den Untergang der abendländischen Kultur durch bestimmte Fernsehformate bei den Privaten sieht er nicht voraus. „Das Medium Fernsehen ist noch lange nicht erwachsen,“ findet der Wissenschaftler, und attestiert den öffentlich-rechtlichen Sendern ein hohes Bildungsniveau, das auch vermittelt werden soll. Als freier Mitarbeiter der SWR-Fernsehredaktion ist er selbst Produzent wissenschaftlicher Filme. Die Belange des Nachwuchses interessieren ihn auch, daher gibt es im Dritten Programm „Ding-TV“ mit hohem Anspruch. Über eine Medizinsendung für Kinder denkt  der vielseitige Doktor ebenso nach. Nach vielen Jahren in Mannheim zog Gisolf mit seiner Frau vor drei Jahren nach Schwetzingen und konnte das Organisieren nicht lassen. Obwohl er landauf landab mit seiner Band ständig in Sachen Jazz unterwegs ist, war ihm dies nicht genug. Ende des vergangenen Jahres holten ihn der Schwetzinger Oberbürgermeister Kappenstein und Mitinitiator Robert Nöllgen als Fachkraft in den Verein „Jazz-Initiative Schwetzingen“. An verschiedenen locations sollen Jazzgrößen spielen, Jam-Session stattfinden und jüngeres Publikum angelockt werden. Unterstützung gibt es in Maßen von Stadt und Land. Frontmann Gisolf, Kollege von Größen wie Jochen Brauer und Thilo Wagner, spielt selbst einmal im Monat vor interessiertem Publikum. Denn in der Barockstadt soll in Zukunft zum kulturellen Angebot nicht nur Mozart gehören.
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