A A A
Jazzinitiative Schwetzingen e.V.

Rückblick

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDFDruckenE-Mail

Sonntag, 14. Januar 2007
“BARRELHOUSE JAZZBAND & Angela Brown voc.”
>Jazz meets Blues<
Schloss Schwetzingen, Rokoko-Theater

BARRELHOUSE JAZZBAND: Reimer von Essen (Klarinette, Altsaxophon), Horst Schwarz (Trompete, Posaune, Gesang), Frank Selten (Saxophone, Klarinette), Cliff Soden (Kontrabass), Jan Luley (Piano, Gesang), Roman Klöcker (Banjo, Gitarre), Michael Ehret (Schlagzeug).

Deutschlands populärstes Ensemble des 'prämodernen' Jazz verbindet 100Jahre Jazzgeschichte in einem Programm. Sie spielt die Musik aus den Bars von New Orleans und den Ballrooms Harlems aus dem letzten Jahrhundert, aber auch eigene Titel im zeitlos klassisch-heißen Stil des New-Orleans-Jazz und Swing.

AKTUELL: Klassischer Jazz, mit Charme und Temperament dargeboten, ist das Markenzeichen der BARRELHOUSE JAZZBAND. Ihr aktuelles Konzertprogramm reicht von den Werken der großen Meister des "schwarzen" Jazz (Jelly Roll Morton, W.C. Handy, Louis Armstrong, Count BasBarrelhouse_091_kleinie, Duke Ellington u.v.a.) bis zu zahlreichen eigenen Kompositionen der Bandmitglieder. In den letzten Jahren hat die Band zwei jüngere, hoch talentierte Musiker aufgenommen (Jan Luley am Piano, Micheal Ehret am Schlagzeug). Die neue Generation brachte eigene Ideen mit, die den Sound und Stil der Band bereichert und erweitert haben. New-Orleans-Jazz und Swing, Blues und karibisch-creolische Rhythmen stehen weiter im Mittelpunkt. Die Art, die Klassiker des Jazz neu zu arrangieren, der typische "Barrelhouse-Beat" und die sprichwörtliche Spielfreude haben die Barrelhouse Jazzband beim Publikum zur beliebtesten deutschen Band des "prämodernen" (vulgo: traditionellen) Jazz werden lassen. Dazu kommen Kompositionen einzelner Bandmitglieder, die neue Klangfarben in die Welt des Jazz bringen und zeigen, wie dieser zeitlos aktuell sein kann.
Barrelhouse_011_klein
ANGELA BROWN, der dunkelhäutige und temperamentvolle Stargast aus Chicago, singt mit der Barrelhouse Jazzband die ganze Bandbreite der “Black American Musik“, das sind Spirituals, Gospels, Blues und Swing-Titel. Immer authentisch, mitreißend und in dieser Mischung einzigartig. “Perfekter Jazz und eine Stimme wie ein Vulkan“, entnehmen wir der Presse

DIE BANDSTORY: 1953 gründeten junge Frankfurter Jazzamateure die Band und errangen damit schon bald erste Erfolge in Wettbewerben. 1962 kam KlarBarrelhouse_023_kleininettist Reimer von Essen hinzu, er wurde von den Gründern (die heute nicht mehr leben) recht bald zum Bandleader ernannt. Unter seiner Regie begann die Gruppe, den klassischen Jazz und Swing auf eigene Art zu interpretieren und entwickelte dabei einen eigenen Sound und Stil, der sie von allen anderen Bands dieses Genres abheben sollte. Durch Reisen in die ganze Welt wurde die BHJB in den 60ern zum Aushängeschild der traditionellen Jazzszene Deutschlands, seitdem genießt sie auch zu Hause eine große Beliebtheit beim Publikum, aber auch hohen Respekt bei Jazzkritikern und Kollegen aus aller Welt. In über 50 Ländern in 4 Kontinenten hat die Band gespielt.. Bis heute wurden rund 30 CDs und LPs veröffentlicht, einige davon erhielten bedeutende Kritikerpreise.

DER STIL DER BAND: In ihrer langen Geschichte hat sich die Band das Grundsätzliche bewahrt: Kompromisslos Jazz zu spielen; die Musik der überwiegend schwarzen Musiker und Komponisten des klassischen Jazz und frühen Swing, sowie der späteren "New-Orleans-Renaissance" - ausdrucksstarke Musik voller Einfälle, tief verwurzelt im Blues, mit dem Quantum "Show", das gutem Jazz eigen ist. Barrelhouse_026_klein
Die Barrelhouse Jazzband hat die Ursprünglichkeit und die Lebendigkeit dieser Musik bewahrt, aber auch für die Konzertbühne kultiviert. Den typischen "Barrelhouse-Sound" mit Trompete und zwei Holzbläsern zur klassischen Vierer-Rhythmusgruppe. Im "Barrelhouse-Beat" fließen historische Rhythmen des klassischen Jazz und des Swing mit solchen des 'New Orleans Revivals' zusammen, und gerne gibt die Band eine Prise karibischer Rhythmen und Melodien hinzu.

-- PRESSESTIMMEN  --  PRESSESTIMMEN -- PRESSESTIMMEN  --  PRESSESTIMMEN --

Fetziger Hotjazz im heißen Schmelztiegel der Kreole - Barrelhouse-Jazzband mit Bluesröhre Angela Braun im Theater
Schon lange auf den Wunschzetteln einiger Aktive der JazzInitiative Schwetzingen, da schon weit über 40 Jahre höchst erfolgreich im deutschen und internationalen Jazzgeschäft, standen die Spitzenmusiker um Bandleader und Klarinettist Reimer von Essen jetzt endlich im randvollen Rokokotheater auf der Bühne: die Barrelhouse-Jazzband aus Frankfurt.
Bereits in den 70er Jahren als Aushängeschild für Jazzkultur der Mainmetropole weltweit unterwegs, haben die explosiv-feinnervigen Interpreten von Blues, Schwing und Hotjazz aus dem Meltingpot der Kulturen von New Orleans und Chicago gleich eine der höchst lebendigen Powerfrauen de Rock & Blues mit gebracht: Angela Brown, mal fetzige Röhre des „Dirty old Blues“, mal sanft- verführerische schwarze Katze in Männerjokes, die (natürlich) nichts davon merken, weil sie sich, wie so oft, durch reichlich Bourbongenuss im Zustand erhöhter Lebensfreude befinden. Diese und andere Storys kamen in absolut sauberen Arrangements, von Saiten, Tasten, Fellen und schwingenden Luftsäulen bund-schillernd verpackt, als Botschaften irrer Lebensfreude aus den kreolischen Schmelztiegeln gefischt.
Für den Vorsitzenden der JazzInitiative, Robert Nöllgen, wurde der Abend zur Kartenrallye mit Steilvorlagen, die Begrüßung durfte dadurch erleichtert und kurz ausfallen: „Endlich haben wir sie erwischt, sie steht lange schon auf unserem Termin-Wunschzettel, die Barrelhouse-Jazzband aus Frankfurt wird uns einen heißen Jazzabend bereiten, ich wünsche uns allen swingende Stunden!“
Die gingen auch gleich ordentlich los, das Traumboot voller Geschichten aus aller Welt hatte in Schwetzingen Station gemacht: „when my dreamboat comes home“, als Aufmacher für über zwei Stunden Wahres und Erträumtes aus den Wiegen von Blues, Gospel und swingenden Eigenprodukten, von Trompeter Horst Schwarz notiert und in fetzige Arrangements verpackt, die Dutch-Swing-College-Band ließ einige male deutlich grüßen. So nahmen die Jazzer alle Gäste direkt mit ins Traumboot der Jazzklänge, sämtliche Hautfarben der Erde mit kreolischen Farbtupfern.
Angela Brown zog im Klassiker „St. James Infirmary“ gleich alle Register des schwarzen Blues, ihr rechter Fuß machte Tempo für rockige Phrasierungen, in minimalen Vorkicks drückten Piano und Drums heftige Driveladungen in die Chorusse, von der linken Hand am Flügel kräftig in rasante Shuffle gezogen. Überleitungen der Klarinette, melodiöse Finger-Pickings an Gitarre und Banjo, sonore Phrasen am Bariton-Sax und fein arrangierte Riffs als Back für Solo-Explosionen malten ein Traumhaus der jazzigen Farben, heute war es das Rokokotheater.
„The Barrelhouse-Showboat“ nahm alle Gäste mit auf den Trip der Träume, Wünsche und Sehnsüchte; „This song ist very true“, Angela meinte das auch so – sie hauchte, röhrte und flehte in heftigen Gospelsets mit Bitten der Menschen in den Himmel: „Please, send us someone to love!“ Als Botschaft der kreolischen Bevölkerung von New Orleans schwebten einige Titel beschwingt in ihrem ganz eigenen Rhythmus durch die Luft, „La Martinique“ holte mit seinem riesigen Erkennungswert den Two-Beat in die Hände, manche Begeisterte des Vier-Generationen-Publikums hielt es nicht mehr auf den Sitzen, „Swinging-Vibrations“ auf dem „Barrelhouse-Showboat“; die Muss-Zugabe mit Angela Brown rüttelte gefährlich an den Eckpfeilern des Theaters. So macht Initiative richtig Spaß, schreit auch in 2007 nach mehr! sz 16.01.07 - cw

Ein “NEUJAHRSKONZERT“ der etwas anderen Art - Die Barrelhouse Jazzband begeisterte am Sonntag Jung und Alt im Rokokotheater.
Um es vorweg zu nehmen, mit stehenden Ovationen feierte das begeisterte Publikum im ausverkauften Rokokotheater des Schwetzinger Schlosses die Barrelhouse Jazzband und die Bluessängerin Angela Brown (USA), deren Musik, dank einer Symbiose von Leidenschaft und Spielfreude, einen nachhaltigen Eindruck hinterließ. Eine Topveranstaltung der JazzInitiative Schwetzingen, die sich würdig an zurückliegende Veranstaltungen der Reihe >JAZZ IM SCHLOSS< anreihen lässt.
Traditioneller Jazz, mit Charme und Temperament dargeboten, das ist das Markenzeichen der Band BARRELHOUSE JAZZBAND und die im Rokokotheater dargebotene Musikfolge reichte von den Werken der großen Meister des "schwarzen" Jazz aus den 20er bis 40er Jahren bis zu zahlreichen eigenen Kompositionen (Horst Schwarz, Jan Luley, Reimer von Essen) mit Elementen des Boogie-Woogie und der kreolisch-karibischen Musik.
Nun, die Art, die Klassiker des Jazz neu zu arrangieren, der typische "Barrelhouse-Beat" und die sprichwörtliche Spielfreude hat die Frankfurter “Überflieger“ beim Publikum zur beliebtesten deutschen Band des "prämodernen" traditionellen Jazz werden lassen. Und in Schwetzingen haben die Hessen sicherlich neue Freunde hinzugewonnen. Um es klar zu formulieren: Das Jazzensemble mit dem 66jährigen Bandleader Reimer von Essen (demnächst kann er sein 50jähriges Bühnenjubiläum feiern) an der Klarinette und dem Altsaxophon , Horst Schwarz (Trompete, Posaune, Gesang), Frank Selten (Saxophone, Klarinette), Cliff Soden (Kontrabass), Jan Luley (Piano, Gesang), Roman Klöcker (Banjo, Gitarre), Michael Ehret (Schlagzeug) präsentierten sich in Bestform und gestalteten das “Neujahrskonzert der etwas anderen Art“ zu einem Musikfest der Lebensfreude.
Schon mit den ersten Takten sprang der Funke von der Bühne ins Publikum über. Die souveräne Kunst und Spielfreude der Barrelhouse Jazzband ließ den Fans aus der Kurpfalz, der Rheinpfalz, aus Hessen gar keine andere Wahl, als vom ersten Song an begeistert mitzugehen. Und doch: Die prächtige Stimmung wurde nochmals – und zwar durch eine Frau – kräftig angeheizt. Mit der dunkelhäutigen Angela Brown aus Chicago kam eine Jazzsängerin auf die Theaterbühne, die einfühlsam und in sich gekehrt tief ins Herz gehenden Blues im Stile der großen Bessie Smith intonierte, um dann beim nächsten Stück aus Harlems wilden Tagen nahezu zu explodieren. Die Vorankündigung der Presse: „Eine Stimme wie ein Vulkan“ muss man aber als beeindruckter Berichterstatter unbedingt richtig stellen und formulieren: „Eine Frau und eine Stimme wie ein Vulkan“! Schwetzinger Woche t.n.
FVAVANTGRD0708 1.5
© 2010 Jazzinitiative Schwetzingen
Dies ist ein kostenloses Joomla Template von funky-visions.de

Veranstaltungen