Jazztage 2006



-- FREITAG, 20. Okt. 2006 -- FREITAG, 20. Okt. 2006 -- FREITAG, 20. Okt. 2006 --
International Stride Piano Summit
> Stargast: WOODY ALLENS FILMKOMPONIST DICK HYMAN <
- 4 Pianisten an 2 Flügeln -
in wechselnden Solo- und Duobesetzungen
Dick Hyman (New York), geb. 1927
Bernd Lhotzky (München), geb. 1970
Rossano Sportiello (Mailand), geb. 1974
Chris Hopkins (Princeton, N.J./Bochum), geb. 1972
Nach den großen Erfolgen der letzten Jahre in New York, Florida, Zürich und München dürfen sich Jazz- und Musikfreunde auf erneute Gastspiele des "International Stride Piano Summit" in Deutschland freuen. Dabei treffen im Rahmen einer mehrwöchigen Europa-Tournee der Grandseigneur Dick Hyman (79) und drei der talentiertesten Vertreter der jüngeren Generation des klassischen Jazz-Pianos aufeinander.
Alle vier Pianisten verbindet eine seltene und tiefe Leidenschaft insbesondere für den virtuosen und faszinierenden Solo-Stil, genannt "Harlem Stride Piano", dem im New York der 20er bis 40er Jahre Pioniere wie Fats Waller und Duke Ellington zu einzigartiger Popularität verhalfen. Weltweit gibt es heutzutage vielleicht ein gutes Dutzend Pianisten, die diesen orchestralen, äußerst anspruchsvollen Klavierstil beherrschen, der gerade im Duo zu einer besonders intimen und spannenden Form der musikalischen Begegnung wird.
Zu hören sein werden Duette und Solobeiträge aller Pianisten mit einem Schwerpunkt auf typischen Stride-Kompositionen sowie geschickt arrangierte Titel des Great American Songbooks und der Swing-Ära - mit viel Freiraum für spontane Improvisationen. Aufgrund der individuellen musikalischen Charaktere der einzelnen Pianisten stellen insbesondere die Unterschiede im Zusammenspiel der jeweiligen Duo-Partner einen besonderen Reiz dar. Fast sämtliche möglichen Solo- und Duo-Kombinationen werden zu hören sein, so dass dem Publikum ein äußerst abwechslungsreiches und weltweit absolut einmaliges Programm geboten wird.
Dick Hyman (geb. 1927) zählt zu den herausragenden und vielseitigsten Jazz-Pianisten unserer Zeit. Er arbeitete seit 1948 mit Charlie Parker, Lester Young und Benny Goodman u.v.a., schrieb Arrangements für das Count Basie Orchestra, sowie nahezu alle Soundtracks zu den Spielfilmen von Woody Allen. Als Pianist kennt Hyman keine technischen oder stilistischen Grenzen und fühlt sich wie kein anderer in allen Epochen des Jazz (von Scott Joplin über Art Tatum und Bud Powell bis hin zu Chick Corea) gleichermaßen zu Hause. Art Tatum nannte ihn einstmals den einzigen Pianisten, der das Talent habe, seine Tradition fortzuführen.
Bernd Lhotzky (geb. 1970), schon mit 17 Jahren als bester Bewerber seines Fachs am Münchner Konservatorium aufgenommen, genießt weltweites Ansehen als virtuoser Pianist im Geiste Fats Wallers und vieler anderer Zeitgenossen. Für seine Duo-CD "Stridin' High" mit Ralph Sutton erhielt er den begehrten "Grand Prix du Disque de Jazz".
Rossano Sportiello (geb. 1974) ist eines der vielversprechendsten neuen Gesichter der italienischen Jazz-Szene. Er verfügt über die seltene Anschlagskultur eines Teddy Wilson oder Hank Jones und kann bereits auf eine internationale Karriere u.a. als Begleiter von Gerry Mulligan, Buddy DeFranco und Eddie Daniels zurückschauen.
Chris Hopkins (geb. 1972) hat sich als klangfarbenreicher Solo-Pianist und einfühlsamer Begleiter vieler legendärer Jazz-Größen bereits weit über die Grenzen Deutschlands und Europas hinaus bis hin nach Neuseeland, Japan und in die USA einen Namen gemacht. Sein Solo-Album auf dem renommierten US-Label "Arbors Records" wurde von "Jazz Classique" unter die besten Erscheinungen des Jahres gewählt. Über seine weltweite Konzerttätigkeit hinaus ist er seit 2005 Dozent an der Hochschule für Musik Köln.
Harlem Stride Piano
Im Norden Manhattans, dem Herzen von New York, befindet sich das Stadtviertel, das der Jazz berühmt gemacht hat: Harlem. Ab ungefähr 1926 setzte mit dem aus dem Süden der USA stammenden Jazz ein großer musikalischer Aufschwung ein. Harlem wurde zum Zentrum der Jazzwelt und Anziehungspunkt für das wachsende weisse Publikum, das in die großen Kabaretts und Lokale strömte, wo die besten farbigen Musiker und Bandleader wie z.B. Duke Ellington und Chick Webb mit ihren Orchestern zu hören waren.
In dieser von pulsierendem Leben erfüllten Atmosphäre entwickelte sich aus dem ursprünglichen Ragtime Piano ein besonderer Klavierstil, der "Harlem Stride", eine virtuose Spielweise, die insbesondere auch von der linken Hand des Pianisten einen sehr hohen Grad an Fertigkeit verlangt. Während die rechte Hand Melodien und charakteristische Verzierungen spielt, schlägt die linke Hand meist abwechselnd Basstöne, bzw. Dezimen und Akkorde an und muss dabei teilweise eine Entfernung ("Stride") von mehr als zwei Oktaven zurücklegen. Weltweit gibt es heutzutage vielleicht ein gutes Dutzend Pianisten, die diesen orchestralen Klavierstil beherrschen.
-- SAMSTAG, 21. Okt. 2006 -- SAMSTAG, 21. Okt. 2006 -- SAMSTAG, 21. Okt. 2006 --
Olaf Schönborn’s Q4
Mit Olaf Schönborn`s Q 4 präsentiert der Mannheimer Saxophonist wie man es von ihm kennt Energie, Leidenschaft, Groove und Gefühl - in Eigenkompositionen und populären Songs jenseits der üblichen Standards. Der auch als Labelchef von JAZZ’n’ARTS Records bekannte Schönborn hat sich dafür mit herausragenden Mitspielern ein ungewöhnliches „Schlagzeugloses“ Quartett mit e-bass, piano und percussion zusammengestellt.
Olaf Schönborn, sax - Rainer Böhm, piano - Alex Merzkirch, bass - Farouk Gomati, percussion
>> kneipenjazz << Eintritt frei >> kneipenjazz << Eintritt frei >> kneipenjazz <<
Rhine Stream JAZZBAND / Grüner Baum
Die Jazzer Freddie Münster (Saxofon-Klarinette-Gesang), Edmund Seiboth (Trompete-Horn-Posaune), Armin Schaefer (Piano), Rudi Egner (Kontrabass) und Bandleader Manfred Magin (Drums) sind überregional bekannt für feinste swingende Jazzmusik in ihrer ganzen stilistischen Vielfalt vom Dixie, Blues, Swing hin zu Bebop, Latin, Soul und Funk.
The Pope Of Cheese / Pazzas Garden
Der Drummer und „Macher“ dieser Band, Lothar Müller, präsentiert mit dem Bassisten, dem US-Amerikaner Dave King und dem Gitarristen und Komponisten Werner Goos aus Hockenheim, zwei Edelsteine der Deutschen Jazzszene. Komplettiert wird dieses sehr erfolgreiche Trio durch den Speyerer Pianisten Udo Sailer. Die vier Ausnahmejazzer werden die Fetzen fliegen lassen und einen „funkigen und bluesigen“ Klangteppich in den Raum legen.
Tobias Nessel Quartett / Blaues Loch
tobias_nessel02Eine relativ junge Jazzformation mit dem Brühler Bandleader Tobias Nessel, die sowohl Jazz-Standards als auch Eigenkompositionen zu einem begeisternden Klangerlebnis formt. Die hervorragend ausgebildeten Musiker Rene Wolf (guitar), Peter Schnur (keyboards), Patrick Pilarski (bass) und Tobias Nessel (drums, bl) präsentieren Jazz, Funk und Latin und dürften wohl in naher Zukunft zu den Topjazzern im Rhein-Neckar-Dreieck gezählt werden.
Acustic Avenue / Quadrato
Der Karlsruher Sebastian Schwarzbach, Sänger, Gitarrist und Kopf der Jazzband und seine neue Horn-Section mit dem Oftersheimer Tommy Engelhart (Saxophon, Geige) und Didi Sonntag (Trompete) – die Rythmusgruppe besteht aus Alex Nagel (Piano), Andi Nolte (Drums) und Wlad Larkin (Bass) – schafft es ohne Mühe, echte Swing-Klassiker z.B. von Louis Prima oder Frank Sinatra glänzend zu interpretieren, und auch mit einer erdigen, persönlichen Note die Jazzfans zu begeistern. Blues, Latin, Soul, Pop – unglaublich, was die jungen Jazzer alles drauf haben.
Jens Bunge & Uli Wagner / Fäss´l
Der Pfarrer aus der Pfalz, vielen Jazzfreunden bekannt als Stargast unseres SAP-BigBand-Konzerts im Rokokotheater, ansonsten Weltenbummler mit der goldenen Hohner Super 64 Chromatica, und sein langjähriger musikalischer Partner Uli Wagner an der Gitarre werden an diesem Abend keine Sekunde lang Langweile aufkommen lassen. Swing, Blues, Soul – Bunge bläst Mundharmonika mit der Rasanz eines Bebop-Saxofonisten, und wie ein bekannter Mannheimer Jazzkritiker urteilt: „Nicht nur, dass die Mundharmonika einäußerst außergewöhnliches Instrument darstellt – das hier ist Jazz der Spitzenklasse!“
Double View / Greenhouse
Chick Corea, Herbie Hancock, Michel Petrucciani, Pat Metheny beeinflussten die Spielweise dieses hochkarätigen Quintetts, das seit dem Jahrtausendwechsel die Jazzmusikszene des Rhein-Neckar-Raumes bereichert. Ein Genuss, nicht nur für Fusion-Fans.
double_viewRalf Blaschke (guitar), Benjamin Schäfer (bass), Andreas Breitwieser (drums), Michael Gössler (saxophon), Wolfgang von Göns (keyboards, bl)
-- SONNTAG, 22. Okt. 2006 -- SONNTAG, 22. Okt. 2006 -- SONNTAG, 22. Okt. 2006 --
JAZZ für Anfänger + Fortgeschrittene / Josefshaus
Musikgeschichten mündlich und musikalisch vorgetragen von „Fernsehdoc“ Aart C. Gisolf und seinen Freunden. Mit einem „Gute Laune“ – Nachmittag im Josefshaus werden die Schwetzinger Jazztage 2006 ihren Abschluss finden.
Bei Kaffee und Kuchen, Wasser, Wein und Welde werden die Jazzer der JazzInitiative sowie ihr Stargast Alex Schuhboeck mit Swing, Blues, Bebop und Bossa Nova rundum gute Laune verbreiten. Die Gesamteinnahmen dieser Veranstaltung gehen an die Kindergärten der katholischen Pfarrgemeinde.