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Jazzinitiative Schwetzingen e.V.

Jazztage 2007

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-- FREITAG, 19. Okt. 2007 -- FREITAG, 19. Okt. 2007 --  FREITAG, 19. Okt. 2007 --

Paul Kuhn & the Friends
19. Oktober 2007, 20 Uhr im Rokokotheater

Claus Reichstaller
, Trompete
Peter Weniger, Saxofone
Martin Gjakonovski, Bass
Willy Ketzer, Schlagzeug

Am 25. Oktober 2002 erhielt der damals 74jährige Paul Kuhn in Stuttgart die „GERMAN JAZZ TROPHY – A Life for Jazz“ für sein Lebenswerk. Nun, fünf Jahre danach, wird Paul, vor 50 Jahren nannten ihn seine Musikerfreunde und Zuhörer liebevoll “unser Paulchen“, auf der Bühne des Rokokotheaters seinen Fans hautnah gegenüber stehen bzw. sitzen und den großen Steinway-Flügel zum swingen bringen.
Epaul_kuhn_kleins ist nicht so, dass er heute noch unbedingt auf die Bühne müsste. Doch die lässt ihn einfach nicht los. Für vierzig bis fünfzig Tage pro Jahr verlässt Paul Kuhn sein Schweizer Domizil auf der Lenzer Heide, um “seine“ Musik zu machen. „Ohne Musik wäre mein Leben leer. Ich gehe gerne auf die Bühne, es macht mir einen Riesenspaß“, dies sagt die leibhaftige Swinglegende und der Schalk blitzt aus seinen Augen - aus Augen, die leider aber mittlerweile so schlecht geworden sind, dass ihm ein Schreiben und Arrangieren kaum noch möglich ist.
Seine Rolle als ironisierender Entertainer aus der Fernsehsteinzeit, als der Mann am Klavier, dem man jede Menge Durst unterstellte, hat er längst an den Nagel gehängt, abgehakt, wie man so pragmatisch sagt. Doch unvergessen ist seine “alte Liebe“: Heidelberg! Hier bekam der junge Pianist nach dem Krieg seinen ersten Vertrag beim US-Sender AFN (American Forces Network) auf Dollarbasis incl. Camels und Nylonstrümpfe. Und Paul Kuhn bekommt Noten und Schallplatten in die Hand, die vorher kaum ein Europäer gesehen bzw. gehört hat. Goldene Zeiten -  wie er heute noch gerne bestätigt. Der amerikanische Pianist Art Tatum und George Shearing, jener große englische Jazzpianist, der mit seinem New Yorker Quintett Anfang der fünfziger Jahre eine große internationale Anhängerschar begeisterte, wurden seine Vorbilder. Und noch eine Erinnerung an Vergangenes: 1968 bis 1989 leitet Kuhn das
Rundfunk-Tanzorchester des SFB (Sender-Freies-Berlin), dann SFB-Big Band genannt, für die er wohl Hunderte von Arrangements geschrieben hat. In den Sechzigern gehört er auch als Sänger zu den >Großen Vier<, der vier Künstler, die ihre Karriere fast gleichzeitig gestartet hatten: Bandleader Kurt Edelhagen, der Jazz-Geiger Helmut Zacharias, der Harfenist Jonny Teuben und eben Paul Kuhn. Eigentlich waren es eher die großen Fünf, denn allgegenwärtig in deren Auftritten war auch die Ausnahmesängerin Caterina Valente. 1980 musste Paul Kuhn einen tiefen Einbruch seiner Karriere hinnehmen. Der SFB entließ ihn und löste “seine“ Big Band auf. Das NWR-Fernsehen stoppte Kuhns >Gong Show< und die EMI löste seinen Plattenvertrag auf.
Nun, um in der saloppen Art von Paul Kuhn zu bleiben: „Schnee von Gestern“. Vor knapp zehn Jahren meldet sich Entertainer Paul Kuhn mit kraftvoll-geschmeidigem Piano-Swing auf der deutschen Jazz-Szene zurück. Wieder einmal wird, im Jahr 2000, Heidelberg (Sandhausen) zum Startpunkt einer neuen, steilen Karriere. Im Tonstudio van Geest spielt er mit dem Bassisten Paul G. Ulrich und Willy Ketzer am Schlagzeug seine dritte reinrassige Jazztrio-CD ein. >Play It Again, Paul< (In+Out Records/In-Akustik) wird zum Verkaufshit, Paul is back!
In Schwetzingen wird Paul Kuhn, dessen bewegtes Musiker-Leben tiefe Furchen in seiner Physiognomie hinterlassen hat, mit einer hochkarätigen Formation aufkreuzen.
Da ist zum Einen die Triobesetzung mit dem relativ neuen Bassisten Martin Gjakonovski und seinem langjährigen Weggefährten, Schlagzeuger Willy Ketzer der mehrfach als bester Jazzdrummer Deutschlands ausgezeichnet wurde. Dazu gesellen sich sowohl einer der spektakulärsten Saxofonisten der internationalen Jazzszene und Jazzpreisträger des SWF, Professor und künstlerischer Direktor der Uni für Künste in Berlin, Peter Weniger, wie auch der Solotrompeter der SWF-Bigband und Dozent für Jazztrompete am Richard-Strauss-Konservatorium in München, Claus Reichstaller.
Zu einem rauschenden Fest der heiteren Sinne ist angerichtet - genießen wir es!

-- SAMSTAG, 20. Okt. 2007 -- SAMSTAG, 20. Okt. 2007 --  SAMSTAG, 20. Okt. 2007 --

JuniorJazz im Kulturzentrum
Drei Nachwuchsformationen der Kurpfalz treffen sich zu einem ungewöhnlichen Event im Franz- Danzi- Saal des Kulturzentrums. Blues, Swing, Bebop, Soul, Latin Jazz: fast alle Stilbereiche werden die Jazzjünger in den Konzertsaal fließen lassen. Gespannt darf man auf das Jazzquartett der Musikschule Ludwigshafen und die Bläser- und Schlagzeugergruppe des Brühler Musiklehrers Tobias Nessel sein. Ein Heimspiel bestreitet dagegen die Bigband von Musiklehrer Dr. Wolfgang
Willam. Vielleicht gelingt am Konzertende noch ein Zusammenschluss der Formationen zu einer fetzigen JamSession. Man darf gespannt sein. Der Eintritt ist frei - eine „obligatorische“ Hutsammlung ist jedoch angesagt.

>> kneipenjazz << Eintritt frei >> kneipenjazz << Eintritt frei >> kneipenjazz <<

Double View - The New Dimension of Jazz / Blaues Loch
Die hochkarätig besetzte Formation von Wolfgang van Göns schöpft aus dem Ideenreichtum eines >Chick Corea< und den >Yellowjackets<, überzeugt aber auch mit eigenen Arrangements. Leichtfüßiger Fusions-Jazz, bei dem großer Wert auf eingängige Melodien gelegt wird, ist angesagt. Michael Schuhmacher saxofone - Andreas Weber guitar - Alexander Matz bass - Andreas Breitwieser drums - Wolfgang van Göns keyboards, bl

Bluesgosch & Mojo Schulz / Fäss´l
Oft kopiert, nie erreicht: Das Duo Dieter Reinberger und Jürgen Schulz von der Bergstrasse. Die Moritaten aus der Kurpfalz, die die beiden „Naturtalente“ herzhaft in Pfälzer Mundart gegossen und jazzig vertont haben, genießen Kultstatus. Die Widrigkeiten des Lebens humorvoll und komödiantenhaft in Bluesstimmung oder im rockigen Staccato, das macht der BLUESGOSCH so schnell keiner nach. Für Kurpfälzer, die ihre Muttersprache lieben: Ein tolles Event! Dieter Reinberger vocal, mundharmonika - Jürgen Schulz guitar

Interplay Quintett / Greenhouse
Multiinstumentalist Wolfgang Ackermann (Bild) ist in den letzten 10 Jahren als Frontmusiker und Bandleader der Salsa-Band >CAMINANDO< unterwegs gewesen. Nun „frönt“ er wieder - mit seinen Ausnahmejazzern Tim Deutschmann, Stefan Melaklina und Roland Döringer - dem Jazz und sie verstehen es glänzend, mit melodiösen Themen und lateinamerikanische Rhythmen zu begeistern. Das Greenhouse wird aufblühen. Wolfgang Ackermann vocal, guitar, drums, percussion - Tim Deutschmann keyboards - Roland Döringer bass - Stefan Melaklina drums

RhineStream Jazzband / Grüner Baum
Die Jazzer Freddie Münster, Eddy Seiboth, Armin Schaefer, Rudi Egner und Bandleader Manfred Magin begeisterten schon im Vorjahr - an gleicher Stelle - Jung und Alt. Überregional bekannt und erfolgreich sorgen die fünf Altmeister für swingende Jazzmusik und dank ihrer großen, stilistischen Vielfalt kommt garantiert keine Langweile auf. Jazz der 30er, 40er und 50er Jahre: Einfach große Klasse! Manfred Magin drums, bandleader - Freddie Münster saxofon, klarinette, vocal - Eddy Seiboth trompete, horn, posaune - Armin Schaefer e-piano - Rudi Egner kontrabass

The Pope Of Cheese / Café Journal
Der Drummer und „Macher“ dieser Band, Lothar Müller, präsentiert mit dem Bassisten, dem US-Amerikaner Dave King und dem Gitarristen und Komponisten Werner Goos aus Hockenheim, zwei Edelsteine der Deutschen Jazzszene. Komplettiert wird dieses sehr erfolgreiche Trio durch den Speyerer Pianisten Udo Sailer. Die vier Ausnahmejazzer werden die Fetzen fliegen lassen und einen „funkigen und bluesigen“ Klangteppich in den Raum legen. Lothar Müller drums , bl - Dave King bass Werner Goos guitar - Udo Sailer piano

Frank Runhof Quartett / Alte Pfalz
Einer der besten Tenorsaxofonisten der Region - Bandleader der Profi-BigBand „Kicks´n Sticks“- gastiert erstmals mit seinem Quartett (Rhythmusgruppe der vorgenannten Kicks´n Sticks) in Schwetzingen. Sein Vorbild, der große Melodiker des Tenorsaxofons der 80er Jahre, Stan Getz, hat ihn begeistert und sein Quartett stark geprägt. Titel aus dem Repertoire von Getz, Dexter
Gordon, Al Chon und anderer großen Jazzer, die allesamt die melodisch-swingende, entspannte Seite des Jazz lieben, werden begeistert sein. Für Jazz-Feinschmecker ein Hochgenuss! Frank Runhof tenorsaxofon - Christoph Neubronner piano - Dirk Kurz bass - Philipp Zdebel drums

BlueNote Jazzquintett / Quadrato
In der Pfalz und weit darüber hinaus bekannt und beliebt: Das BlueNote Jazzquintett, das schon in den 70er Jahren gegründet wurde und das auf der Beliebtheitsskala der Pfälzer Jazzfans ganz oben steht. Klassischen Bluestiteln - Satchmos „Hot Five“ lassen grüßen – bekannten Titeln von Ellington, Lester Young und Coleman Hawkins hauchen die Tonkünstler neues Leben ein, und es macht einfach großen Spaß dem BlueNote Jazzquintett zuzuhören. Helmut Werron trompete, bandleader (Bild) - Rolf Muffler klarinette, saxofone - Tomas Burwitz bass - Jürgen Mattern e-piano - Klaus Künstler drums

Palatina Washboard Jassband / Welde Stammhaus
Die beste „Old Jazz“- Formation der Südpfalz gastiert erstmals in Schwetzingen. „Als wenn sie gerade aus dem alten New Orleans kämen“ so zitieren wir die Presse. Die Besetzung der Band ist dementsprechend stilgerecht umgesetzt und so findet man weder Schlagzeug noch Kontrabass. Mit viel Liebe zum Detail zelebriert die Palatina Washboard Jassband traditionellen Jazz und Dixieland zum Genießen. Volker Däuber klarinette - Franz Wosnitza kornett, vocal - Ewald Willkomm banjo - Gerd Giermann waschbrett - Johannes Maiß sousaphone - Stefan Schwab posaune, vocal, bl

-- SONNTAG, 21. Okt. 2007 -- SONNTAG, 21. Okt. 2007 --  SONNTAG, 21. Okt. 2007 --

Jazz für Anfänger + Fortgeschrittene II / Lutherhaus
Musikgeschichten mündlich und musikalisch vorgetragen von „Fernsehdoc“ Aart C. Gisolf und seinen Freunden. Mit einem „Gute Laune“ – Nachmittag im Lutherhaus werden die Schwetzinger Jazztage 2007 ihren Abschluss finden.
Bei Kaffee und Kuchen, Wasser, Wein und Welde werden die Jazzer der JazzInitiative sowie ihr
Stargast Alex Schuhboeck (Bild) und Jazzsängerin Claudia Böhme mit Swing, Blues, Bebop und Bossa Nova rundum gute Laune verbreiten. Die Gesamteinnahmen dieser Veranstaltung gehen an die Kindergärten der evangelischen Pfarrgemeinde.
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